Tiere drehen sich global im Kreis – und wir sind mittendrin

Es sind Bilder, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Seit Wochen häufen sich im Internet die Aufnahmen von Tieren, die sich über Stunden und sogar Tage gemeinsam in exakten Kreisen bewegen. Den Beginn machte vor eine Schafherde aus der Mongolei, die dieses Verhalten an den Tag legte. Nun zeigen auch andere Tiergattungen auf dem gesamten Erdball dieses Phänomen: Raupen, Ameisen, Rentiere – ja sogar Orcas im Meer. Die bisherigen, dürftigen Erklärungsversuche der Wissenschaft in punkto Krankheiten konnten bereits nach wenigen Tagen entkräftet werden. Faktum ist, dass wir derzeit nicht wissen, warum die Tiere global dieses Verhalten zeigen. Ein weiteres Faktum ist allerdings, dass das Verhalten von Tieren immer klare Ursachen hat. Sie machen dies nicht aus Jux und Tollerei… Geschichtlich ist ein außergewöhnliches Verhalten von Tieren vor größeren Naturereignissen jedoch gut belegt. Sie dürfen über viele Epochen hinweg als Hinweis auf ein bevorstehendes Ereignis gedeutet werden. Es dürfte kein Zufall sein, dass diese globalen Phänomene im Kontext folgender Rahmenbedingungen stattfinden:
  • Höchste Vulkanaktivität weltweit
  • Extrem hohe Sonnensturm- und Atmosphärenelektrizität-Anstiege in den letzten Monaten
  • Nur mehr drei bis vier Monate bis zum Erreichen des Kipppunktes am 40. Breitengrad eines ev. bevorstehenden Polsprungs
  • Messbare Beschleunigung der Erdrotation
  • Tagelange Blackouts und Anomalien der Schumann-Frequenz (Eigenfrequenz bzw. „Herzschlag“ der Erde)
  • Wetteranomalien, die eindeutig den Veränderungen des Erdmagnetfelds zuordenbar sind.

Dass diese Veränderungen auch auf den Menschen einwirken, davon können viele hochsensible Menschen seit rund einem Jahr berichten. (Die anderen hingegen versuchen, schulmedizinischen Erklärungsversuche zu bemühen.)
Die globalen Tierphänomene sollten uns aber nicht in Angst und Panik versetzen, sondern eher unsere Aufmerksamkeit schärfen, dass unsere Erde vor einer großen Umwälzung steht. Eine Umwälzung, an die wir uns letztendlich wieder anpassen werden. Weltuntergangsszenarien sind dabei eher kontraproduktiv.
Da wir untrennbar mit der Erde verbunden sind, sind wohl eher folgende Reflexionsfragen angebracht:

  • Wo stehe ich in meinem Leben vor einer großen Umwälzung?
  • Was an ALTEM darf gehen, was an NEUEM darf kommen?

Unsere Aufgabe bis 2025: Raus aus dem Hamsterrad der Angst

Am Nebentisch in einem Restaurant durfte ich vorige Woche folgende – lautstark – geführte Diskussion notgedrungen mitanhören. Vordergründig ging es um die optimale Vorbereitung im Eigenheim auf einen großflächigen, mehrtägigen Stromausfall. Es blieb aber nicht beim Thema Blackout. Im selben Gespräch wurden auch die Coronapandemie, der Ukrainekrieg, die Energieknappheit, eine neue drohende Migrationsbewegung und die Klimakrise abgehandelt. Der gemeinsame Nenner dieser unterschiedlichen Themen war auch für einen Außenstehenden wie mich rasch identifiziert: Angst!
Angst vor dem Ungewissen, Angst vor Verlust des eigenen Wohlstandes, Angst vor dem gefürchteten Verlassen der eigenen Komfortzone, Angst vor….

Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Tun wir hier aber nicht, um nicht selbst in dieses Angstloch hineinzukommen.
Ja, es ist vieles ungewiss. Deutet man die Signale von völlig unterschiedlichen Quellen richtig, zeigt sich ein klarer roter Faden: Die aktuellen herausfordernden Zeiten werden bis 2025 auf jeden Fall andauern. (Anmerkungen: Es sind übrigens auch jene Quellen, die Ereignisse der letzten gut zweieinhalb Jahre in der Mikrobenkrise beinahe minutiös vorhergesagt haben. Ein Blick in die Vergangenheit lohnt sich daher allemal, um diese Quellen auf ihre Seriosität hin zu überprüfen).
2025? Was, noch so lange? Auch wenn es für viele kaum aushaltbar ist, lichtet ein schonungsloser Blick in die Realität so manchen Nebel. Ein Nebel, der sich für viele derzeit so gestaltet:

  • Wenn wir die Pandemie übernommen haben, dann wird alles wie früher…
  • Wenn der Krieg in der Ukraine aufhört, dann wird alles wieder billiger…
  • Wenn die Politik die Energiekrise in den Griff bekommt, dann brauchen wir uns keine Sorgen um kalte Wohnungen im Winter machen…
  • Wenn endlich der Mensch die Klimakrise ernst nimmt und dagegen etwas unternimmt, dann gehören Klimaextreme endlich wieder der Vergangenheit an…

Wenn, wenn, wenn….

Wie schon an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt: Die Ereignisse, die die Menschheit zwischen 2020 und 2025 heimsuchen, verändern alles. Das Einzige, das fix ist, ist der Umstand, dass es nie mehr so sein wird wie früher.
Kehren wir zum eingangs geschilderten angst-besetzten Gespräch im Restaurant zurück: Um gut durch die nächsten Jahre zu kommen, lautet die Devise wie das herausragende Werk von Silke Schäfer: Raus aus der Angst

Statt der Angst sollten wir uns eher mit folgenden Gedanken beschäftigen:

  • Wie kann ich mich gut an die aktuellen Veränderungen anpassen?
  • Wo habe ich in meinem Leben Ängste, die mich derzeit oder auch in der Vergangenheit in meiner Weiterentwicklung gelähmt haben?
  • Wie kann ich diese loswerden? Reicht dafür ein gedanklicher Neustart oder brauche ich externe Hilfe?
  • Was muss in meinem Leben gehen, dass auch die Ängste gehen können?

Ängste sind wie Nebelgranaten und trüben unseren Blick für die Gegenwart und Zukunft. Nutzen wir die jetzige Zeit und steigen aus diesem Hamsterrad der Ängste aus.

Ein paar Tipps und Tricks zum Umgang mit Ängsten findest du z. B. in diesen Blogbeiträgen:

Daher: Auf in eine spannende Reise bis ins Jahr 2025!

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Dein Andreas Reisenbauer

Wie uns fehlender Rhythmus und fehlende Gemeinschaft in die Überforderung treiben

„Die Menschen halten heute einfach nichts mehr aus und kippen bei der kleinsten psychischen Belastung um. Was haben unsere Vorfahren nach dem 2. Weltkrieg nicht alles erlebt? Das Land war zerbombt, die Männer sind gefallen oder sind schwer verletzt oder traumatisiert nach Hause gekommen. Trotzdem musste es weitergehen und niemand hatte damals ein Burnout.“

Aussagen wie diese, sind von Vertretern der Generation 50+ oft genug zu hören – manchmal auch in abgewandelter, aggressiverer Tonart.
Auf den ersten, oberflächlichen Blick haben jene, die diese Aussagen treffen, Recht. Wie können wir nur unsere heutige Belastung im Berufs- und Privatleben mit jener in den Nachkriegsjahren vergleichen. Die Menschen damals hatten (noch) keine Perspektive, die Aufbruchsstimmung nach dem Wiederaufbau und das darauffolgende Wirtschaftswunder waren noch weit entfernt.
Wir hingegen betreiben „Jammern auf hohem Niveau“: Wir leben nach Maßstäben der Nachkriegsjahre in absolut luxuriösen Umständen, leisten uns aufwändige Urlaube, leben das Prinzip der Wegwerfgesellschaft nicht nur im Konsum sondern auch in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Und dann, beim geringsten Anflug einer beruflichen oder privaten Überforderung schlittern wir ins Burnout. Oder ins Long COVID, das als Sammelbegriff auch die Symptome auch einer Leistungsdepression (=Burnout) beinhaltet, zuletzt immer mehr dafür auch herhalten muss.
Wie eingangs erwähnt: Oberflächlich betrachtet, halten wir heutzutage einfach nichts mehr aus. Früher waren die Menschen einfach stabiler, sind mit handfesten Krisen viel besser umgegangen als unsereins.
Etwas tiefer betrachtet, greift diese einfache Feststellung zu kurz. Nehmen wir als Beispiel die viel zitierten „Trümmerfrauen“, die nach Kriegsende das Leben in den zerbombten Städten Deutschlands und Österreichs zu meistern hatten. Viele waren sicherlich überfordert, hatten unsägliche Zukunftsängste und wenig Vertrauen ins Leben. Dennoch vollbrachten sie schier Unmögliches und leisteten ihren Beitrag zum Wiederaufbau. Auch in der Landbevölkerung lag es oft an den Frauen, die durch Tod, Gefangenschaft oder Verletzung abwesenden Männer zu ersetzen.
Falls es den Begriff damals schon gegeben hätte: Litten diese Menschen damals an Burnout? Fehlanzeige!
Deshalb drängt sich eine zentrale Frage nach dem direkten Vergleich immer mehr in den Vordergrund:

Was gab den Menschen nach dem 2. Weltkrieg diese bewundernswerte physische Stabilität, die uns in der heutigen „Wohlstandsgesellschaft“ fehlt?

Antwort:

Die Menschen von damals wurden von zwei wesentlichen Säulen getragen: Rhythmus und Gemeinschaft
Beides ist uns allen mehr oder weniger in den letzten Jahrzehnten abhandengekommen. Eine Gegenüberstellung der beiden wesentlichen Unterschiede zwischen damals und heute:

Der Rhythmus oder der „Takt der Natur“

Damals: Heute:
  • Klare Arbeitsabläufe
  • Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatzeiten sind nicht nur verschwommen, sondern oft nicht mehr erkennbar
  • Abgrenzung zwischen Ruhe- und Arbeitszeiten (auch wenn letztere noch ein viel höheres Ausmaß hatten als heute)
  • Pausen werden als unproduktiv abgestempelt und wir lassen einen ständigen Informations-Tsunami in Form von Social Media und News auf uns einströmen.
  • Kein Multitasking, sondern eines nach dem anderen (die Unterscheidung von „dringenden“ und „wichtigen“ Aufgaben schafften die Menschen auch spielerisch ohne dem Wissen aus dem berühmten Eisenhower-Modell.
  • Ständiges Multitasking
  • Gemeinschaftliches Leben

    Damals: Heute:
  • Die Menschen – egal ob in Städten und Dörfern – waren auf sich gegenseitig angewiesen. Kooperation war bei allen – natürlich auch damals – vorherrschenden zwischenmenschlichen Konflikten ein absolutes Muss.
  • Der Effekt des „Cocooning“ (=sich vermehrt aus der Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen) hat bereits in den späten 1980er-Jahren begonnen
  • Bei Schicksalsschlägen oder Elementarereignissen leisteten ohne viel Aufhebens andere Familien oder soziale Gruppen Hilfestellung
  • Die Nachbarn von nebenan werden eher als Störenfriede denn als Helfer bei Problemen erkannt.
  • Das gemeinschaftliche Miteinander war von vielen Ritualen – auch fernab der religiösen Zwänge – gekennzeichnet
  • Die Kommune oder der Staat wird „angeklagt“, um für Verbesserungen zu sorgen. Der Beitrag jedes einzelnen wird dabei außer Acht gelassen.

  • Fazit

    Es geht bei dieser Gegenüberstellung nicht darum, die „früheren Zeiten“ zu glorifizieren. Dennoch lohnt ein kritischer Blick zurück, was in unserer Gesellschaft im Lauf der Jahrzehnte auf der Strecke geblieben ist. Sind wir wirklich so fortschrittlich geworden?
    Und vor allem kann sich jeder von uns folgende kritische Frage stellen: Was kann ich in meinem engsten Einflussbereich tun, dass das Gute von damals in Heute integriert werden kann?

    Alles hat einen Rhythmus und ist in Gemeinschaften organisiert – die Natur lebt uns dies täglich vor. Betrachten wir selbst unser Leben, wo wir aus diesem gemeinschaftlichen Rhythmus ausgestiegen sind – und wir erhalten viele Antworten zur Verbesserung unseres irdischen und seelischen Daseins.

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Dein Andreas Reisenbauer

    Image by Gerd Altmann from Pixabay

    Wie komme ich gut durch die aktuelle Zeitqualität?

    Wie komme ich gut durch die aktuelle Zeitqualität? Diese Frage ist eine der zentralen in den Beratungs- und Psychotherapiepraxen.
    Ja, die aktuelle Zeit ist herausfordernd. Dieser Satz wird auch ständig von der Politik, den Medien, den Social-Media-Portalen seit der Coronapandemie ventiliert. Die Ukraine-Krise, die Energie-Krise, die Klima-Krise oder die grassierende Teuerung sorgen dafür, dass der ständige Luftstrom der Angstmache nicht abreißt.
    Doch lassen wir für einen Moment die vorhin erwähnten Krisen beiseite und betrachten wir das derzeitige Geschehen von der anderen Seite.

    Gehen wir davon aus, dass die genannten Krisen im Außen nur die Spitze des Eisberges darstellen. Sprich: Es zeigt sich im Außen, was sich im Inneren, also bei den Menschen abspielt. Das Leben auf der Erde ist in vielen Bereichen an seine absoluten Grenzen angelangt. Ganz egal, ob dabei die Wirtschaft, das Finanzsystem, die gerechte Verteilung von Nahrung und Vermögen oder das Ökosystem in Betracht gezogen werden.
    Auch das Zusammenleben der Menschen selbst ist betroffen. Viele stellen sich – vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben – Fragen wie: Macht mein Job, macht meine Beziehung zu meinem Partner bzw. zu meiner Partnerin, machen meine Kontakte zu bestimmten Bekannten und Verwandten überhaupt noch Sinn?

    Ein neuer Weg zeichnet sich ab

    Es geht um einen neuen Weg, den die gesamte Menschheit nun einschlägt. Corona, Ukrainekrieg & Co. sind nicht die Auslöser für diesen Weg, sondern die Übergangszeichen vom letzten Aufbegehren eines alten Systems.
    Wir sehen im Außen den „Abschiedsschmerz“, der wohl noch einige Jahre zu registrieren sein wird. Es macht schon in Sinn unserer Psychohygiene wenig Sinn, sich von diesem „Abschiedsschmerz“ anstecken zu lassen.
    In der Hoch-Zeit der Coronapandemie bemühten sehr oft Politiker die Phrasen „Zurück zur Normalität“ oder „Ein Sommer wie früher“. Wollen wir wirklich zurück zu einer „Normalität“ oder einer „Zeit, wie früher“, die uns so weit von uns selbst entfernt hat?

    Speziell die massen-gruppendynamisch hochinteressante Coronapandemie hat uns aufgezeigt, dass sehr viele Menschen bereit sind, über Grenzen zu gehen, um am Alten festzuhalten. Das ist einerseits menschlich verständlich, denn jede Veränderung wird zunächst als Bedrohung wahrgenommen. Und bei dieser Veränderung muss es sich auch gar nicht um einen Virus handeln.
    Auf der anderen Seite werden wir uns – ob wir wollen oder nicht – der ständigen Veränderung in nächster Zeit stellen müssen. Viele beobachten schon seit Monaten in ihrem Leben eine erkennbare Beschleunigung – das gilt sowohl für Umbrüche im persönlichen Bereich als auch für angepeilte Ziele und jahrelang ungelöste Probleme. Die Veränderungen kommen zu uns in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit.

    Das Wichtigste daher, für die nächsten Monate: In allen Belangen Ruhe bewahren und so viel als möglich in der Natur Kraft tanken. Ratsam ist es zudem, den Medienkonsum drastisch einzuschränken. Die ständige Berieselung bzw. Beschallung mit negativen Botschaften und Horrorszenarien versetzt unsere Psyche und unseren Organismus in permanenten Angst- und Panikmodus, der uns nicht nur lähmt, sondern in letzter Konsequenz sogar krank macht.
    Ist dieser ruhende Ort in der eigenen inneren Mitte gefunden, lassen sich die auf uns zukommenden Ereignisse besser und kontrollierter bewältigen. Auch die klare Fokussierung, dass auf uns einschneidende Veränderungen zukommen, hilft ungemein, um ohne angsterfüllte Panikmache auf die Ereignisse der nächsten Monate vorbereitet zu sein.

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Ihr Andreas Reisenbauer

    (Image by Ralf Vetterle from Pixabay)

    Indianische Weisheiten im heutigen Kontext

    Indianische Weisheiten haben auch heute in unser scheinbar modernen Welt ihre Berechtigung. Im Folgenden findest Du zehn Gedanken und ihre jeweilige Übersetzung in den heutigen Kontext:

    • Behandle die Erde und alles, was auf ihr lebt, mit Respekt
      • Schärfe Deinen Blick!
    • Bleibe stets in enger Verbindung mit dem Großen Geist!
      • Höre auf Deine innere Stimme!
    • Zeige großen Respekt vor Deinen Nächsten!
      • Bringe Dir selbst Respekt entgegen!
    • Arbeite gemeinsam zum Wohle der gesamten Menschheit!
      • Hilf, wo Deine Kräfte stark sind!
    • Hilf und sei gütig, wo immer dies gebraucht wird!
      • Lieber einmal zu viel helfen!
    • Tue das, von dem Du weißt, dass es richtig ist!
      • Denke nach, bevor Du handelst!
    • Kümmere Dich darum, dass Körper und Geist sich wohlfühlen
      • Wann hast Du das letzte Mal etwas für Körper und Geist getan?
    • Verwende einen Teil Deiner Anstrengung für das höhere Gute!
      • Höre auf Deine innere Stimme!
    • Sei ehrlich und wahrheitsliebend zu jeder Zeit
      • Sei zu Dir selbst ehrlich!
    • Übernimm die volle Verantwortung für alle Deine Taten
      • Nicht immer sind nur die Anderen schuld!

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Dein Andreas Reisenbauer

    (Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay)

    So mancher Rückzug bringt mehr Wohlbefinden im Alltag

    Die aktuelle Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen beansprucht seit bald zwei Jahren täglich unsere Aufmerksamkeit. Wir werden rund um die Uhr mit Nachrichten, Horrormeldungen, Fake News, politischen Botschaften und Meinungen bombardiert. Wir können dem Thema kaum entrinnen. Selbst wenn wir unseren Medienkonsum auf null reduzieren würden – also wenn wir bewusst die Informationskanäle via TV, Radio, Internet und Printmedien ignorieren. Denn sobald wir mit unseren Mitmenschen interagieren, kommt nach einer bestimmten Zeit das Gespräch auf die Coronathematik. Und wieder sind wir mittendrin in diesem „Hexenkessel der Information“, unsere Aufmerksamkeit geht wieder in eine Richtung, die wir eigentlich nicht wollen.

    Der Eremit auf der Alm

    Ich lade Sie zu einem Gedankenexperiment ein. Stellen Sie sich vor, Sie hatten im Frühjahr 2019 eine mehrjährige Stelle als Sennerin oder Senner in einem sehr entlegenen Gebiet in den Alpen angetreten. Sie sind absoluter Selbstversorger, leben völlig autark. Sie backen ihr Brot selbst, produzieren selbst Butter und Käse und ernähren sich von den Erzeugnissen aus eigener Schlachtung bzw. was Ihnen die Natur an Essbarem liefert. Da Sie keinen Strom haben, können Sie auch keine Nachrichten via TV, Radio oder mobilem Internet empfangen. Sie wissen nicht, dass seit dem Frühjahr 2020 große Teile der Welt in einem Ausnahmezustand befinden. Sie leben nur für sich, Ihre Tiere und die herrliche Bergwelt, die Sie umgibt. Eine tolle Vorstellung, nicht? Viele Menschen äußern in der aktuellen angespannten Situation den Wunsch, einfach aus dem Alltag auszusteigen – zumindest bis diese Pandemie ein Ende hat. Die Vorstellungen von einem derartigen Leben sind – gelinde gesagt – etwas geschönt. Denn unsere Geschichte mit dem Senner-Dasein bleibt natürlich nicht so idyllisch.

    Konfrontation mit der Realität

    Denn auch der einsamste alpenländische Hüttenbewohner benötigt Vorräte, Waren und Lebensmittel, die es auf seiner Alm nicht gibt. Also müssen Sie zumindest ein- oder zweimal im Jahr den Weg ins Tal suchen, um sich mit dem Notwendigsten zu versorgen.
    Wie groß muss dann die Überraschung sein, wenn Sie dort auf Menschen treffen, die das gegenseitige Begrüßen nicht mit einem traditionellen Handschlag, sondern mit der „Ghettofaust“ besiegeln. Augen würden Sie auch beim Einkauf in einem Lebensmittelgeschäft machen, wo plötzlich alle Masken im Gesicht tragen. Oder dass Ihnen wohl der Eintritt in den kleinen Werkzeugmarkt verwehrt wird, da sie keine Impfung erhalten haben und somit hier nicht als Kunde bedient werden können. Ihr sonst bei Ihren Besuchen im Tal obligatorische Besuch im Dorfwirtshaus muss diesmal aus demselben Grund entfallen.
    Spätestens dann werden Sie wohl das Gespräch mit den Menschen vor Ort suchen und die Ursachen ergründen. In der Kürze der Erzählung werden Sie es voraussichtlich kaum fassen können, wie sich die gesellschaftlichen Strukturen binnen weniger Monate verändert hat. Irgendwann werden Sie wohl dem Dorf kopfschüttelnd den Rücken kehren und wieder den Rückweg zu Ihrer Almhütte antreten. Zurück in die – vermeintlich – heile Idylle. Weit gefehlt. Obwohl in der vertrauten Umgebung angelangt, beschäftigen Sie wohl in Ihren Gedanken die deutlichen Veränderungen bei den Menschen im Tal. Wie muss es dann erst in dichter besiedelten Gebieten zugehen, wenn schon im kleinen Dorf die Auswirkungen der Pandemie so stark spürbar sind, fragen Sie sich vielleicht. Auch wenn Sie für eine bestimmte Zeit das Leben in der Einsamkeit gesucht haben, sind Sie ein soziales Wesen und interagieren mit den Sorgen und Nöten Ihrer Mitmenschen. Selbstverständlich machen Sie sich auch Gedanken, wie Ihre Rückkehr in die Gesellschaft nach Beendigung der Tätigkeit auf der Alm ablaufen wird. Sie können sich trotz Ihres Einsiedlertums nicht von der Außenwelt abschotten. Sehr wohl können Sie aber den Umgang mit der Außenwelt selbst gestalten.

    Zurück ins gesellschaftliche Universum

    Die meisten Leser dieser Zeilen werden wohl kaum einen derartigen Lebensentwurf wie unser Senner haben. Die Geschichte soll aufzeigen, dass auch der einsamste Eremit nicht davor gefeit ist, wenn ein alles beherrschendes Thema über den Globus hereinbricht. Das gilt noch mehr natürlich für uns, die wir mitten im gesellschaftlichen Leben stehen und einem bestimmten Maß an Nachrichten kaum entgehen können.
    Sie soll uns außerdem zum Nachdenken anregen, welche Anleihen wir – nicht nur in Zeiten von Corona & Co. – vom Eremiten-Dasein nehmen können. Etwa mit folgenden Fragen zur Selbstreflexion:

    • Woran erkenne ich, wann ein Rückzug für mich angebracht ist?
    • Welche Frühwarnsignale sendet mir mein Körper, wenn ich mit einem belastenden Thema überfordere und eine Auszeit brauche?
    • Welche neuen Sichtweisen auf ein Thema bringt mir dieser Abstand?
    • Wie schaut dieses „Abstand halten“ in der Praxis aus?
    • Mit welchen Menschen umgebe ich mich? Welche tun mir gut, welche weniger?
    • Woran merke ich, dass ich mir zu viele einseitige, negative Informationen auflade? Und was sind meine Gegenstrategien?

    Gönnen Sie sich hie und da einen Rückzug

    Fazit: Gönnen wir uns – analog zu unserem Senner – einen Rückzug, um belastende Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mit dem Rückzug ist aber nicht eine physische Übersiedelung in alpine Regionen gemeint, sondern in gedanklicher Hinsicht. Die Rahmenbedingungen von herausfordernden Lebensphasen lassen sich zwar nicht ändern, aber sehr wohl unsere Herangehensweise. Wir entscheiden, ob wir in ein Thema einsteigen oder nicht. Dazu müssen wir nicht auf die Alm ziehen, die Veränderung beginnt bei uns selbst.

    Auf ein baldiges Wiederlesen

    Ihr Andreas Reisenbauer

    Foto: Pixabay/tassilo111

    Was brauche ich persönlich zum Leben? Relativ wenig...

    Was bleibt übrig, wenn alles um dich herum wegfällt? Das ist eine Frage, die zwangsläufig Emotionen weckt.
    Etwa der Verlust des Jobs oder der Verlust von Hab und Gut. Die Liste der „Verlust-Auslöser“ ließe sich noch eine Weile fortführen.
    Schock, Trauer, Kontrollverlust, Ohnmacht und Unfreiheit – das sind die ersten Emotionen, die hochkommen, wenn wir die Auswirkungen derartiger Ereignisse bei Menschen beobachten.
    Wir Menschen sorgen – nach Möglichkeit – allerdings vor, dass es nicht so weit kommt. Wir gehen Kompromisse in unseren Jobs ein, wir verwirklichen den einen oder anderen persönlichen Traum „vorsorglich“ nicht, wir begeben uns in (finanzielle) Abhängigkeiten von anderen Personen.

    Natürlich wünschen wir uns selbst und auch keinem anderen Menschen, dass alles um einen herum zusammenbricht. Dennoch ist es das Thema wert, wenn wir uns auch in Zeiten des „Besitzens“ mit dieser Frage auseinandersetzen. Was bleibt übrig, wenn ich Hab und Gut verliere?

    • Wen habe ich dann noch an meiner Seite?
    • Wer ist dann nicht mehr an meiner Seite?
    • Wie raffe ich mich wieder auf? Wie sieht mein Neustart aus?
    • Was würde ich bei einem Neustart anders machen?

    Bei der Reflexion dieser Fragen fällt mir eine Aussage eines Teilnehmers, die im Rahmen von einem meiner Auszeit-Programme von neue.pfade.natur gefallen ist. Wir verbringen bei diesem Programm drei Tage in der freien Bergwelt. Zu unserem Lagerplatz benötigen wir zu Fuß rund eineinhalb Stunden, auf unseren Rücken tragen wir alles, was wir an diesen drei Tagen an persönlichen Untensilien zum Leben und Schlafen benötigen. Abends beim Lagerfeuer kam der Teilnehmer zu einer interessanten Erkenntnis:

    Schon beim Packen ist mir aufgefallen, ich brauche eigentlich nicht allzu viel, um ein paar Tage mit nichts oder wenig auszukommen.

    Diese Erfahrung hat auch alle anderen Teilnehmer fasziniert. Natürlich kann man den bewusst gewählten dreitägigen Aufenthalt in der Wildnis nicht mit einem ungeplanten Verlust von Hab und Gut vergleichen. Nach den drei Tagen wechseln wir ja wieder zurück in unser doch komfortables Leben.
    Eine Erkenntnis bleibt: Auch wenn wir für die Grundversorgung ein Mindestmaß an Komfort und sozialer Sicherheit benötigen – es ist meist sehr wenig, was wir tatsächlich zum Leben brauchen.

    Dieses Beispiel soll keinesfalls ein Plädoyer dafür sein, dass wir ab sofort ein Eremitendasein abseits der Zivilisation und jeglicher Annehmlichkeiten einschlagen sollten. Vielmehr sollten wir uns dieses Beispiel vor Augen halten, wenn wir materielle Dinge im Leben anstreben.

    Besitz wird dann ein Problem, wenn er uns besitzt.

    Prüfen wir kritisch, ob die Anschaffung tatsächlich so wahnsinnig notwendig oder ob sie nicht auch entbehrlich ist. So manche Antwort wird uns wohl selbst überraschen.

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Ihr Andreas Reisenbauer

    (Bild von David Mark auf Pixabay)

    Corona stellt Freundschaften auf den Prüfstand

    Es wäre vermessen, Corona die Schuld zuzuschieben, dass Freundschaften zerbrechen. Die Pandemie und all ihre Begleiterscheinungen und die damit einhergehenden Polarisierungen wirken lediglich als Brandbeschleuniger. Die aktuelle Situation zeigt in vielen Lebensbereichen schonungslos Umstände auf, die nicht mehr zu unserem Lebensentwurf passen, die einer Änderung bedürfen.
    Durch die aktuellen Zeiten stehen auch unsere Freundschaften auf dem Prüfstand. Angetrieben durch die mediale Berichterstattung und politische Kommunikation ist die Corona-Pandemie täglich in aller Munde. Um die Gesundheit selbst geht es in diesen Gesprächen oft nicht mehr. Es haben sich Lager gebildet, es haben sich Gräben aufgetan. Gräben, die sich oft quer durch Familien, Partnerschaften und eben auch Freundschaften ziehen.

    Während es in Familien und Partnerschaften durch das enge soziale Netzwerk sozusagen „kein Entrinnen“ bei den Diskussionen gibt, ist dies bei Freundschaften etwas anders gelagert. Ich versuche es etwas provokant auszudrücken:

    Corona gibt uns die Möglichkeit, Freundschaften zu überprüfen und ggf. sogar zu überdenken.

    Ich möchte diesen Gedanken kurz weiterspinnen:
    Es halt wohl in den letzten Jahrzehnten niemals ein derartiges Thema gegeben, das eine Gesellschaft derart entzweit hat. Die Grauschattierungen sind Geschichte – es existiert auf beiden Seiten der Lager nur mehr Schwarz oder Weiß. Es gibt in der öffentlichen Wahrnehmung nur mehr ein Entweder oder ein Oder. Ein paar „Kostproben“ gefällig?

    • Impfgegner vs. Impfbefürworter
    • Coronaleuger vs. Staatsgläubige
    • Youtube-Experten vs. Anhänger von Mainstream-Medien
    • Unsolidarische Menschen vs. solidarische Menschen

    Die Liste ließe sich beliebig weiterführen. Beobachten Sie doch mal eine Kontroverse um die Coronapandemie in Ihrem Bekanntenkreis. Es dauert meist keine zehn Minuten, bis diese Lager in der Diskussion sichtbar sind – vorausgesetzt, dass es unterschiedliche Meinungen in dem Teilnehmerkreis gibt.

    Nun gehen wir einen Schritt weiter und Sie diskutieren mit einem Freund oder einer Freundin über die Pandemie, ihre Auswirkungen und die damit verbundenen Maßnahmen der Regierungen. Und stellen Sie sich vor (wenn Sie es in den letzten eineinhalb Jahren ohnehin nicht selbst am eigenen Leib schon mehrmals erlebt haben), dass Sie eine andere Meinung (ganz gleich welche) wie Ihr Freund oder Ihre Freundin vertreten.
    • Wie gehen Sie miteinander um? Wird die Meinung des anderen gehört?
    • Wie emotional werden Sie oder Ihr Freund bzw. Ihre Freundin?
    • Kommen Untergriffigkeiten plötzlich an die Oberfläche?
    • Schaukelt sich das Gespräch immer mehr zu einem Streit auf?

    Ganz gleich, welche Antworten Sie auf diese Fragen sich geben: Dem Coronavirus sind Ihre Freundschaften herzlich egal. Ihnen ist diese Freundschaft aber hoffentlich wichtig.

    Dazu passt folgendes Zitat des französischen Schriftstellers Sully Prudhomme sehr gut:

    „Zwei Freunde müssen sich im Herzen ähneln, in allem anderen können sie grundverschieden sein.“

    Damit Sie sich nicht falsch verstehen: Sie müssen mit dem Menschen, mit dem Sie freundschaftlich verbunden sind, nicht einer Meinung sein. Ganz im Gegenteil – die andere Position könnte uns auch zum Nach- oder Umdenken bringen. Es muss in einem kontroversen Gespräch über ein Thema (auch bei Corona) auch keine gemeinsame Position herauskommen. Das ist nicht erforderlich – eine wahre Freundschaft hält unterschiedliche Positionen locker aus, bereichert diese sogar.

    Aber was tun, wenn eine sachliche Diskussion unter Freunden nicht mehr möglich ist?

    Die Coronapandemie und vor allem die Diskussionen rund um dieses Thema Nr. 1 haben aber sicher auch schon Ihnen in Ihrem Freundeskreis aufgezeigt, dass es so nicht weitergeht. Dass es kein Miteinander, sondern nur mehr ein Gegeneinander gibt. Nur die Meinung des Anderen zählt, Ihre eigene Meinung wird belächelt oder mit Totschlagsargumenten niedergeknüppelt.
    Dieser Prozess findet natürlich schleichend statt. Ich möchte Sie zur Selbstbeobachtung einladen: Sollten Sie nach häufig auftretenden Kontroversen mit immer denselben Menschen eine Wut, Ärger oder Energielosigkeit verspüren, dann ist dies ein sicheres Zeichen, dass sich die Freundschaft in eine Richtung entwickelt, die beiden Beteiligten nicht mehr guttut.

    Sie haben zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
    • Sie machen einfach weiter wie bisher, klammern das kontroverse Thema aus bzw. versuchen es zu umschiffen
    • Sie führen mit dem Freund bzw. mit der Freundin ein finales, ernstes Gespräch – wo Sie Ihrem Unmut auf konstruktive Weise Luft machen. Und Sie zeigen ihrem Gegenüber die Konsequenz auf, wenn jedes Gespräch über ein Thema X in ein emotionales Gemetzel ausartet. Die da wäre: Rückzug Ihrerseits aus der Freundschaft!

    Letzteres klingt wahrscheinlich für viele sehr hart. Schlechtes Gewissen, soziale Gesellschaftsnormen und natürlich die über Jahre emotional entstandene Beziehung lassen uns oft von diesem Schritt zurückschrecken und wie bisher weiter zu machen. Doch es gilt abzuwägen: Bleiben wir weiter in einer destruktiven Beziehung oder nehmen wir uns selbst ernst.
    Auch ich selbst bin in der Vergangenheit in in meinem Freundeskreis vor einer Entscheidung wie dieser gestanden. Auch wenn ich mich letztendlich von einigen destruktiven Freundschaften verabschiedet habe – die Entscheidung habe ich mir in keinem dieser Fälle leicht gemacht. Und es hat auch lange Zeit gedauert, dass ich diese auch treffen konnte.
    Eines sei aber festgehalten: Sobald man sich von diesen „Energievampiren“ gelöst hat, geht es einem besser. Man erhält viel qualitativ hochwertige Zeit zurück. Zudem stellt sich ein weiterer positiver Effekt ein: Sie sind wieder frei für neue Freundschaften, die Ihnen auch guttun und die auch andere Meinungen zulassen.

    Schauen Sie also genau hin – eine echte Freundschaft (egal ob bestehend oder künftig) ist das wert!

    P.S.: Durchforsten Sie bei dieser Gelegenheit auch ihre „Freunde“ in den sozialen Medien. Auch hier ist es manchmal sehr befreiend, sich von dem einen oder anderen „Freund“ zu lösen.

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Ihr Andreas Reisenbauer

    Bild von Iván Tamás auf Pixabay

    Was tun, wenn etwas Selbstverständliches plötzlich nicht mehr da ist?

    Damals in den 1880er Jahren, als auch in Deutschland die Elektrifizierung nach und nach in die Haushalte einzog, hätte sich wohl niemand gedacht, dass die elektrische Energie die Grundlage für unseren heutigen modernen Alltagsstandard darstellt. Obwohl wir seit Jahren die mahnenden Worte von Experten hören, die vor einem großflächigen Stromausfall (Blackout) warnen, können wir uns nicht im Geringsten vorstellen, dass wir mehr als ein paar Stunden von der Energieversorgung abgeschnitten sind. Welche chaotischen Auswirkungen ein längerfristiger Blackout auf unsere Gesellschaft haben könnte, zeigen diverse Übungsszenarien der Einsatzorganisationen auf. Noch drastischer wird diese Abwärtsspirale im Roman „Blackout“ von Marc Elsberg dargestellt. Sicherlich nicht übertrieben, denn es stellt sich laut den Energieexperten nicht mehr die Frage ob, sondern nur wann dieses Szenario der zusammenbrechenden fragilen Stromversorgung eintritt. Die Vorfälle in Südosteuropa oder Frankreich in den letzten Wochen waren eine erste Vorwarnung.
    Was hat dies mit dem Grundthema dieses Blogs zu tun? Sehr viel! Strom ist unsere Lebensader und gleichzeitig eine Selbstverständlichkeit. Erst wenn diese Selbstverständlichkeit von der einen auf die andere Sekunde weg ist, erkennen wir den Wert derselben. Das Beispiel eines Stromausfalls können wir auf viele Lebensbereiche umlegen – und uns folgende Fragen zur Selbstreflexion stellen:
    Wo gibt es in meinem Leben angenehme Selbstverständlichkeiten, deren Anwesenheit wir erst wahrnehmen, wenn sie weg ist?

    Privater Bereich:
    • Glückliche Partnerschaft
    • Intakte Beziehungen zu Freunden oder Bekannten
    • Gutes Verhältnis zu den Kindern oder Eltern
    Beruflicher Bereich:
    • Nette Kollegen
    • Gutes Arbeitsklima
    • Angenehme Vorgesetzte
    • Interessantes Arbeitsgebiet

    Das strombedingte „Blackout“ dient auch in meinen Outdoor-Programmen von neue.pfade.natur als Metapher zum Reflektieren der obigen Fragebereiche. Hierfür ziehen wir uns mit Zelt & Co. für einige Tage in die freie Natur zurück, sorgen selbst für unser Essen und arbeiten anstehende Themen beim Wandern oder Outdoor-Aufstellungssequenzen auf. Gerade wenn das Selbstverständliche abwesend ist, öffnen sich oft erst die eigentlichen Themen.

    Es ist nicht alles selbstverständlich, was man im Leben hat. Darum sollten wir die kleinen Dinge schätzen und lieben lernen. Denn es kann uns schneller genommen werden, als uns lieb ist.

    Zitat: Nicole Oesterwind

    Auf ein baldiges Wiederlesen!

    Ihr Andreas Reisenbauer

    (Bild von intographics auf Pixabay)