Sei du selbst Lenker deiner Aufmerksamkeit

Seit Beginn 2020 sind die Menschen in Europa mit einem Phänomen konfrontiert, das es in dieser Form bislang nur in Kriegszeiten und Hungersnöten gegeben hat: Seit Beginn der Corona-Pandemie wurde die Aufmerksamkeit auf ein Thema gerichtet. Überlappt wird das Thema aktuell durch den ausgebrochenen Krieg in der Ukraine. Wieder wird die Aufmerksamkeit gebündelt auf ein Thema konzentriert.
Im Folgenden sollen jedoch nicht Hintergründe der medialen, politischen und gesellschaftlichen Fokussierung auf ein Thema erörtert werden – sondern vielmehr, wie wir uns aus diesem „Aufmerksamkeitsloch“ befreien können.

Denn eines ist klar: Wenn wir uns nicht bewusst entscheiden, gibt es kein Entrinnen aus dem „Aufmerksamkeitsloch“. All unser Denken, unser Handeln und teilweise sogar unsere Träume werden von diesem Thema dominiert. Die Szenarien schüren in uns eventuell sogar Ängste, die sich negativ auf unsere Psyche und in weiterer Folge auf unser Immunsystem auswirken. Der oft gehörte Ratschlag, den Medienkonsum auf null zu stellen bzw. in persönlichen Gesprächen das jeweils vorherrschende Thema auszuklammern, funktioniert nur bedingt. Eventuell ist dieser Tipp sogar kontraproduktiv, denn eine grundsätzlich gesunde, fundierte Information über Themen, die die Welt oder die Region bewegen, ist für einen mündigen Staatsbürger durchaus wünschenswert.
ABER: Selbstverständlich sollen wir selbst Lenker unserer Aufmerksamkeit sein. Wir – und nur wir – entscheiden, wohin sich unsere Aufmerksamkeit richtet. Gelingt uns dies nicht, werden wir zu Passagieren degradiert.

1. Schritt: Erkennen, dass ein Thema zu dominant wird

Deshalb ist es wichtig zu erkennen, wann Zeitpunkt erreicht ist, dass ein Thema zu dominant unseren Geist, unsere Psyche und letztendlich unsere Seele in den Bann zieht. Wenn unsere Gedanken ständig auf dieses Thema abschweifen, wenn wir in Gesprächen mit unterschiedlichen Gesprächspartnern ständig in dieses Thema „eintauchen“ und wenn uns negative Thema, mit dem wir beschallt werden, sogar um die Schlafqualität bringt, dann ist eine rote Linie überschritten.

2. Schritt: Einschränken der Informationsbeschaffung

Um die eigene Informationsbeschaffung kritisch zu hinterfragen, können folgende Fragen sehr hilfreich sein:
  • Welche Nachrichtenkanäle werden von mir genutzt (Internet, Radio, TV, Social Media etc.)?
  • Welche davon kann ich aktiv steuern, sodass ich bestimmen kann, wann und in welchem Ausmaß mich diese Nachrichten erreichen bzw. in welchem Umfang ich mich von diesen „erreichen lasse“?
  • Wie kann ich Gespräche, die ständig zum aktuellen Thema Nr. 1 abdriften, durch geschickte Fragen bzw. Redewendungen, einer positiven Angelegenheit zuwenden?

Eines sei angemerkt: Es geht bei dieser selbstkritischen Analyse nicht darum, in Vogel-Strauß-Manier die Augen vor den Geschehnissen der Welt zu verschließen. Es geht vielmehr darum, einen selbstbestimmten Umgang mit dieser Informationsflut zu erlernen.

3. Schritt: Was interessiert mich, worüber möchte ich informiert werden?

Es gibt speziell im Internet und auf Social Media genug Möglichkeiten und Werkzeuge, sich seinen Informationsstream nach dem eigenen Gutdünken und Interessen zusammenzustellen. Dort lässt sich z. B. auch gut ausklammern, welche Beiträge zu welchem Thema man nicht lesen oder hören möchte. Auch im TV ist mittlerweile durch die Streaming-Optionen das zeitversetzte Konsumieren nach entsprechender voriger Auswahl möglich.

Persönliche Haltung ist entscheidend

Durch die bewusste Lenkung unserer Aufmerksamkeit nehmen wir wieder am Fahrersitz Platz und agieren nicht mehr als bloße Beifahrer. Diese Vorgangsweise weitet auch unseren Blickwinkel, denn wie wir speziell in den letzten beiden Jahren erfahren mussten, wurden sehr viele Themen bewusst in der Öffentlichkeit platziert, um von anderen Themen abzulenken. Aufmerksamen Beobachtern des Zeitgeschehens und der Massendynamik gelingt es in der Regel leichter, diese Vorgänge zu durchschauen.

Die magnetische Wirkung von Angst und wie wir sie überwinden

Ängste funktionieren wie ein starker Magnet und manifestieren sich wie extrem starke Wünsche. Im Folgenden geht es explizit nicht um Ängste, die einen traumatischen oder phobischen Hintergrund haben, sondern um klassische „Alltagsängste“ wie:

  • Angst vor Jobverlust
  • Angst vor Einbrechern oder Überfällen
  • Angst vor Prüfungen
  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor einer Krankheit

Wenn wir vor etwas Angst haben, dann wünschen wir uns meist , dass etwas NICHT eintritt. Dass das NICHT ein starkes „Programmierwort“ ist, ist in jedem Standard-Rhetorikkurs zu hören. Wir konzentrieren uns durch das NICHT fokussiert auf das „Angstbild“. Wir machen uns nämlich zu viele Gedanken über das, was nicht eintreten sollen. Mehr noch: Wir schmücken diese eventuelle künftige Situation gedanklich sogar noch aus und kreieren somit ein „schönes“ Feld der Angst.

Wenn wir dieses NICHT in unseren Gedanken weglassen und uns dem STATTDESSEN oder dem ANDERS widmen, wird der Raum weiter, die Gedanken können wieder fließen und wir können uns auf neue Ziele einlassen. Wenn wir uns entscheiden, neue Gedanken über das zu denken, das eintreten soll, verändern sich unsere Bewertungen und Urteile gegenüber der eventuellen künftigen Situation. Wir orientieren uns an anderen Vorstellungen und programmieren unser Bewertungs-Schema neu. Die Angst wird geringer, wirkt weniger bedrohlich.

Hier ein paar hilfreiche Tipps, um die Angst umzuprogrammieren:
  • Erstellen Sie für sich ein konkretes Bild vor dem geistigen Auge, wie das STATTDESSEN aussehen soll
  • Sprechen Sie das, was ANDERS sein soll, konkret mehrmals aus – gerne auch lautlos und nur in Gedanken.
  • Spüren Sie in einer ruhigen Minute hinein, wie sich das ANDERS oder das STATTDESSEN anfühlt? Welche positiven Emotionen kommen dabei hoch?

Abschließend noch ein genereller Tipp, wie Sie intensiven Angstdruck mit einer Spontanintervention lindern können: Eine äußerst gute Methode gegen Angst ist das Singen. Wenn ein Mensch singt, ist es seinem Gehirn unmöglich, Angst zu produzieren. Jener dafür in unserem Gehirn zuständige Bereich ist dann blockiert.

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

Bild von Małgorzata Tomczak auf Pixabay

Mit der 100-Minuten-Regel dem Dauerstress entfliehen

Viele hoffen im bald anstehenden Urlaub auf die langersehnte Erholung fernab vom Alltagstrott und beruflichen Herausforderungen. Doch das Jahr hat eben 52 Wochen und unser Urlaubspensum beträgt in der Regel maximal fünf Wochen. In den restlichen 47 Wochen passiert Ihr Alltagsleben. Will heißen: Auch wenn Sie in den 5 Wochen Urlaub noch so abschalten, noch so relaxen und ent-stressen können: Es bleiben Ihnen dennoch mindestens 47 Wochen, in den denen Sie im Alltag Ihren Mann oder Ihre Frau stehen müssen. Und Hand aufs Herz: Wenn wir zu uns ehrlich sind, sind es sogar noch mehr als 47 Wochen, denen nicht allen Urlaubstage können Sonne, Strand und Meer gewidmet werden – auch so manche Arbeit oder Verpflichtung in Haushalt, Familie, Garten oder Haus wird in den fünf Urlaubswochen erledigt.

Aber bleiben wir bei den 47 Wochen oder 329 Tagen oder 7896 Stunden. Von diesem Stundenkontingent werden Sie wahrscheinlich ein Drittel (2632 Stunden) verschlafen, ein weiter großer Brocken (2000 Stunden) geht für die Arbeit inklusive dem Weg zur Arbeit auf.
Wir halten plötzlich nur mehr bei 3264 Stunden auf einem Zeitraum von 47 Wochen. Klingt viel, ist es aber nicht. Denn Sie haben noch andere Verpflichtungen, sind ev. in einem Verein engagiert, kümmern sich um Ihre Kinder, besorgen Einkäufe, nehmen Reparaturen im Haushalt vor, realisieren einen Zubau beim Haus, pflegen den Garten, gehen zum Arzt, treffen Freunde oder Verwandte, nehmen Ihr Essen zu sich, kümmern sich um Ihre betagten Eltern, sitzen vor dem TV-Gerät, reden mit Ihrer Partnerin oder Partner etc.

Die Liste der täglichen Verpflichtungen lässt sich beliebig lange weiterführen. Unser netter Zeitbrocken von 3264 Stunden schmilzt nun statistisch gesehen auf 575,75 Stunden in 47 Wochen.

Auf den Tag heruntergebrochen bedeutet dies, dass Sie im Schnitt lediglich 1 Stunde und 40 Minuten (=100 Minuten) für sich persönlich zur Verfügung haben. Theoretisch. Denn wir sind Meister darin, diese Zeit noch deutlich einzuschränken.

Manche werden bei dieser Passage anmerken, dass sie nicht einmal dieses Zeitkontingent von 100 Minuten im Schnitt pro Tag für sich persönlich haben. Sicherlich wird es auch den einen oder anderen geben, der mehr als diese 100 Minuten im Schnitt pro Tag für sich selbst persönlich nutzen kann. Herzlichen Glückwunsch, Sie gehören aber sicher nicht der Mehrheit an.
Manche werden einwenden, dass doch auch der gemeinsame Sport mit Freunden oder das Spielen mit den eigenen Kindern Erholung und Entspannung bringt. Selbstverständlich – uns Menschen gibt es aber auch als Person. Wir brauchen auch eine Zeitspanne pro Tag mit uns selbst, um mit uns und den Anforderungen der Außenwelt ins Reine zu kommen.
Es geht weniger darum, die 100 Minuten wirklich täglich zu erreichen, aber zumindest diese anzustreben.

Diese wertvolle Zeit in unseren Lebensalltag zu integrieren, fix einzuplanen, ist eine logistische Herausforderung. So wie wir uns für die eingangs bereits erwähnten Tätigkeiten auch Termine setzen, muss auch die Zeit für uns eingeplant sein.
Also: Stift her, Kalender raus, planen Sie Ihre 100 Minuten pro Tag für die nächsten Tage ein und genießen Sie die Zeit mit sich selbst. Wird die 100-Minuten-Regel konsequent angewandt, machen Sie zumindest täglich etwas Urlaub vom Alltag.

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Du suchst dir online Hilfe bei einem Coach? So überwindest du die erste Hemmschwelle

Sicher haben Sie sich schön öfters die Frage gestellt, ein Online-Coaching in Anspruch zu nehmen. Die Hemmschwelle ist natürlich groß, einem wildfremden Coach, den Sie noch nie persönlich getroffen haben, Ihre privaten Sorgen oder Probleme anzuvertrauen. Leichter ist es natürlich, wenn bereits eine persönliche Beziehung zum Coach besteht. Dann ist die Hemmschwelle für einen Wechsel auf einen gesicherten Online-Kanal gering.

Dennoch hat das reine Online-Coaching seine absolute Berechtigung: Sie können bequem von Ihrem Zuhause aus in den Coachingprozess einsteigen, lästige Anfahrten oder Parkplatzsuchen entfallen.

Ich werde oft gefragt: Wie baust du für Deine Klienten die Hürden bei schreibbasierenden Onlinecoachings ab? Ganz einfach: Die Klientin oder der Klient bekommt Online ein kostenloses Vorgespräch. In meinem Fall läuft dies bereits zu 90 Prozent über eine Online-Coachingplattform, wo wir uns über ein geschütztes Coachingportal austauschen. Aber natürlich bevorzugen manche Neukunden auch einen kurzen Videocall oder ein Telefonat, was natürlich auch seine Berechtigung hat.

Hier hat der eventuell künftige Klient ausreichend Gelegenheit, seinen Coach und dessen Arbeitsweise kennenzulernen. Bei der Auftragsklärung wird für beide Seiten transparent gemacht, wohin die Reise geht, welche Ziele angepeilt werden und auf welche Rahmenbedingungen vereinbart wurden.

Dadurch entsteht – trotz einer Online-Beziehung – ein Vertrauensverhältnis, auf dem die weitere Arbeit aufbauen kann. Damit ist die erste Hemmschwelle überwunden und die gemeinsame Arbeit kann beginnen.

Sie möchten das gleich mal unverbindlich ausprobieren? Bitte sehr – ich freue mich auf Sie:

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Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

Worüber man nicht reden kann, darüber kann man schreiben

Das Schreiben lässt den Menschen persönliche Herausforderungen leichter ertragen. Erinnern, wiederholen, durcharbeiten lautet auch die Devise im therapeutischen Schreiben. Untersuchungen haben ergeben, dass das Schreiben Menschen in eine entspannte Konzentration versetzt und unbewusste Assoziationen fördert.
Hier die drei größten Vorteile, wenn das Schreiben bei der Lösung von Problemen integriert wird:

Ganzheitlich:

Mit dem Schreiben lässt sich die Sprache des Unbewussten entwickeln und reflektieren. Zudem ist es auch eine ideale Methode, um einen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu bekommen. Denn beim Schreiben werden sowohl linke und rechte Gehirnhälfte angeregt – also die Interaktion zwischen dem Rationalen und der Emotion gefördert.

Innere Balance:

Auch Sigmund Freud stellte die These auf, dass das Schreiben hilft, die innerliche Balance zu halten.

Mehr Struktur:

Das interessante ist, dass regelmäßige Schreiber ihre Gedanken strukturieren und leichter weiterführende Vorstellungen entwickeln können. Grübeleien, Reflexionen und Fantasien können somit geordnet und in Worte gefasst werden.

Fazit:

Durchs Schreiben entstehen völlig neue Einsichten in Lebenszusammenhänge. Natürlich ersetzt das Schreiben keine klassische Therapie, sie kann aber diverse Therapie-, Beratungs- und Coachingprozesse extrem unterstützen. In schwierigen Lebensphasen kann es entlastend wirken, neue Gedanken können entwickelt werden und Neues kreiert werden.

Sie wollen ein schreibbasierendes Coaching kostenlos ausprobieren? Kein Problem!

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

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Schreiben wirkt Wunder

Unsere Gedanken, Probleme oder Anliegen aufzuschreiben, kann uns befreien! Mehr sogar, durch das strukturierte Schreiben können wir Lösungen kreieren, auf die wir durch bloßes Nachdenken nicht gekommen wären. Kira Klenke hat dazu einen interessanten Blog-Beitrag verfasst und gibt wertvolle Tipps.

Ich selbst arbeite in meinen Online-Coachings gerne nach der Methode des expressiven Schreibens von James W. Pennebaker. Einfach mal ausprobieren! Schreiben wirkt Wunder!

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

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Wie uns Rückschläge näher zu unseren Zielen bringen

Ich oute mich gleich zu Beginn: Ich bin begeisterter Hobby-Brotbäcker. Seit fünf Jahren verlassen meinem Backofen wöchentlich diverse Sorten von Schwarzbrot und Weißgebäck. Die Faszination, da wichtigste Grundnahrungsmittel der Welt selbst herstellen zu können, rührt von der Kindheit her. Auf dem Bauernhof meines Onkels und meiner Tante war immer einmal die Woche Backtag angesagt. Schon damals hat es mich fasziniert, wie meine Tante einen überdimensionalen Brotlaib nach dem anderen aus dem Ofen gefischt hat.
Dieses Können wollte ich mir auch aneignen: Etwas Selbstgemachtes, Wohlschmeckendes und Gesundes selbst mit den eigenen Händen zubereiten. Na, steigt dir beim Lesen dir Zeilen schon der virtuelle Geruch nach frischem, reschem Schwarzbrot in die Nase?

Dieser Geruch war es für mich auch, der mich motivierte, mich ans Brotbacken zu wagen. Der Weg dorthin war ein steiniger – und so sind wir auch schon mittendrin im eigentlichen Thema dieses Blogbeitrages. Denn von einem tollen Ergebnis, geschweige denn von einem herzhaft duftenden Brotlaib waren die ersten laienhaften Versuche meilenweit entfernt. Komplett verklebte Teigklumpen mit schwarzer Rinde bzw. tellergroße Fladen, die gleichermaßen undefinierbar wie ungenießbar waren, gehörten zu ersten Ergebnissen. Schließlich hatte ich mir selbst die Latte auch hoch gelegt und wollte beim Backvorgang ohne künstliche Inhaltsstoffe und Germ auskommen. Echtes Brot aus echtem Natursauerteig, so lautete das hehre Ziel. Die ersten Resultate waren aber ein echtes Fiasko, obwohl ich natürlich mehrere Bücher und Rezeptbeiträge aus dem Internet zu Rate gezogen hatte.
Ich musste lernen: Das älteste und häufigste Nahrungsmittel auf dem gesamten Erdball ist nicht unbedingt jenes, das sich am einfachsten herstellen ließ. Ein Top-Ergebnis ist von vielen Parametern abhängig.

An welchen Schrauben drehen, um das Ziel zu erreichen?

Wie bei vielen persönlichen Zielen in unserem Leben ist das Erlernen des Brot-Backens davon geprägt, diese Parameter zu identifizieren, die eine Verbesserung des Endergebnisses bringen. Wir können uns als auch vor jeder anderen privaten oder beruflichen Aufgabe fragen, an welchen Schrauben wir drehen können, um das Ziel zu erreichen. Auf diesem Weg passieren natürlich Fehler, aus diesen gilt es zu lernen. Es hätte in meinem Fall auch wenig Sinn gemacht, zwar immer wieder „richtig“ ein Rezept nachzubacken, bei dem das Endergebnis immer hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Ich musste daher experimentieren, ausprobieren und meine Handlungsweisen überdenken.
Und da sind wir schon mitten drin im Thema: Denn ein weiterer wichtiger Punkt beim Lernen aus Fehlern ist auch der Ausweitung der eigenen Frustrationsgrenze. Natürlich ist der x-te Anlauf bei einem Projekt nicht toll. Doch erst das Scheitern bringt uns dazu, über Dinge nachzudenken, die bislang noch nicht in unserem Fokus standen. Wenn das Ziel erreicht ist, freut man sich umso mehr über den erfolgreich zurückgelegten Weg.

Also noch einmal zusammenfassend die wesentlichen Handlungstipps, wenn wir ganz konkrete Ziele anpeilen:
• Das Ziel muss klar definiert und erreichbar sein
• Erkenne die Parameter, die Einfluss auf die Zielerreichung haben
• Habe den Mut, an diesen Stellschrauben zu drehen, um deinem Ziel näher zu kommen
• Lerne aus deinen Fehlern
• Erweitere deine Frustrationsgrenze

Viel Spaß, wenn Du vorhast, die Brotback-Metapher auch für andere Lebensbereiche anzuwenden. Ich wünsche Dir viele knusprige Ergebnisse, die Lust auf mehr machen!

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

Positiv bleiben in der Krise

Klimaerwärmung, weltweit kriegerische Auseinandersetzungen, Wirtschaftskrisen – und jetzt auch noch die Corona-Pandemie. Die Dauerbeschallung durch schlechte Nachrichten können uns die Hoffnung auf eine gute Zukunft nehmen. Kommen dazu noch persönliche Rückschläge, ist das Dilemma perfekt. Die Psychoanalytikerin Verena Kast geht ihn ihrem Buch Immer wieder neu beginnen der Frage nach, wie wir uns trotz allem eine positive innere Haltung behalten können. Prädikat: lesenswert!

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Ihr Andreas Reisenbauer

Probleme lösen beim Schreiben auf Papier

In meinem schreibbasierenden Coachings begleite ich Menschen per Chat bzw. via Onlineplattform bei der Lösung ihrer Anliegen. Auch wenn dieser Coachingprozess digital abläuft, bekommen meine Klienten zwischen den Coachings eine analoge „Hausübung“: Mittels strukturierten Fragen werden sie angehalten, den laufenden Coachingprozess per Notizen in einem sogenannten „Coachingtagebuch“ zu reflektieren. Ich nutze dabei die Erkenntnisse des „expressiven Schreibens“, entwickelt vom US-amerikanischen Psychologieprofessor James W. Pennebaker. Die Ergebnisse dieses Reflexion werden dann im nächsten Coachings besprochen, die Klienten sind oft selbst erstaunt, welche Erkenntnisse beim haptischen Schreiben auf Papier zutage getreten sind.
Das trifft natürlich nicht nur auf Coachingformate zu, sondern auch auf Notizen allgemeiner Art.

Die 3sat-Sendereihe „nano“ hat sich vor kurzem in einem Beitrag mit dem Thema beschäftigt, dass Notizen auf digitalen Geräten weniger wirkungsvoll sind – egal ob handgeschrieben auf einem E-Ink-Display oder getippt per Tastatur.

Das Phänomen, das dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft, wird als imaginäre Visualisierung beschrieben. Forscher haben nun mittels Hirnscans herausgefunden, warum das so ist:
Beim Schreiben auf Papier ist die Gehirnaktivität auffällig höher. Vor allem in Hirnregionen, die mit verbalem Gedächtnis und imaginärer Visualisierung verbunden werden, wie dem Hippocamus und dem Precuneus. Das analoge Papier liefert dem Gehirn zusätzliche haptische und räumliche Informationen im Erinnerungsprozess. Wer also per Hand auf anologem Papier schreibt, kann sich das Notierte besser merken.

Ein kleiner Selbsttest gefällig?

Du bist noch unsicher, ob diese Methode wirklich wirkt? Hier eine einfache Anleitung dazu, wie du selbst das Schreiben als Selbstcoaching-Werkzeug nutzen kannst. Keine Sorge, du brauchst nur an vier aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 20 Minuten deiner Zeit investieren.

  1. Wähle dir ein beliebiges Thema, das dich aktuell beschäftigt
  2. Plane in deinen Tagesablauf 20 Minuten ein, wo du an einem ungestörten Ort deine Gedanken auf Papier bringen kannst.
  3. Notiere an jedem dieser vier Schreibtage 20 Minuten lang deine Gedanken, Ängste oder Lösungsstrategien für dein Thema
  4. Lies dir immer vor dem Schreiben der nächsten 20-Minuten-Einheit die bereits zu Papier gebrachten Gedanken nieder
  5. Lass dich von den auftauchenden Erkenntnissen überraschen!

Wichtig: Es ist essentiell, dass du tatsächlich 20 Minuten ohne Unterlass und ohne Zensur schreibst. Nicht mehr und nicht weniger. Es geht dabei nicht um Rechtschreibung, Grammatik oder ausgefeilte Sätze. Das, was an Gefühlen und Gedanken hochkommt, wird notiert!!!

Sie wollen ein schreibbasierendes Coaching kostenlos ausprobieren? Kein Problem!

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

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Im Gehen neue Lösungen finden

Heute ein Buchtipp zu einem Thema, das ich bei Coachings für Teams oder Einzelpersonen selbst praktiziere: Im Gehen neue Lösungen finden.
In seinem Buch Das Glück des Gehens lieferte Neurowissenschaftler Shane O’Mara eine erste populärwissenschaftliche Abhandlung über das Gehen ab. Schließlich ist das Gehen eine der alltäglichsten und zugleich zufriedenstellendsten Tätigkeiten, von der unsere Gesundheit, unsere Resilienz, unsere Kreativität und unsere Stimmung erheblich profitieren. Kaum etwas bringt uns so schnell auf andere Gedanken und befördert das eigene Wohlbefinden so problemlos wie ein Spaziergang. O’Mara zeigt auf, was sich, während wir laufen oder wandern, in unserem Gehirn und Nervensystem abspielt und wie wichtig Gehen für den sozialen Zusammenhalt ist. Viel Spaß bei der Lektüre.

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer