Energieknappheit, Finanzkrise & Co.: Durch gemeinschaftliche Vorbereitung Ängste reduzieren

Es ist unbestritten, dass Energieknappheit, ein möglicher Blackout, die finanzielle Belastung und eine mögliche Geldentwertung bzw. ein Umstieg auf digitales Zentralbankgeld eine reale Gefahr darstellen. Sie treffen uns direkt dort, wo es uns am meisten weh tut. Natürlich weckt dies Ängste. Etwa beim Familienvater, der nicht mehr weiß, wo er das nötige Geld für das Heizen im Winter auftreiben soll. Oder bei der Alleinerzieherin, die bereits Kundin im Sozialmarkt ist, um ihren Kindern ein tägliches Essen zu ermöglichen. Oder beim angehenden Pensionisten, der sein Leben lang hart erspartes Geld nun in Gefahr sieht.
Diesen Menschen mit Sätzen wie „Es wird alles gut“, „Es geht immer irgendwie weiter“, „So schlimm wird es schon nicht kommen“ unterstützen zu wollen, ist wahrscheinlich wenig hilfreich.
Jedoch können diese Menschen ihre aufkeimenden Ängste auch selbst deutlich reduzieren. Wie? Indem sie sich bereits jetzt bemühen, sich in unterschiedlichen Gemeinschaften zu organisieren – etwa um gedanklich für unterschiedliche Szenarien gerüstet zu sein:

  • Wie versorge ich mich selbst mit dem Nötigsten?
  • Auf wen kann ich im Notfall zurückgreifen, um für ein paar Tage Unterkunft für mich und meine Lieben zu erhalten?
  • Wie kann ich anderen im Notfall helfen und welche Produkte oder Dienstleistungen bekommen auf dem Tauschweg von diesen retour?
  • Wo erhalte ich Lebensmittel, wenn alle Lieferketten zusammengebrochen und die Geschäfte geschlossen haben?
  • Welche Wohnalternativen gibt es für mich, wenn ich mir künftig die aktuelle Wohnsituation nicht mehr leisten kann?
  • Was tue ich bei Jobverlust? Welche Fähigkeiten stecken noch in mir, die ich als Arbeitskraft anbieten kann? Und wen in meinem Umfeld kann ich diesbezüglich als Multiplikator verwenden?
  • Was brauche ich unbedingt zum Leben – und was nicht?

Die Liste ließe sich noch lange weiterführen. Es ist auch nicht relevant, ob diese Szenarien tatsächlich eintreffen. Im Fall des Falles hat man allerdings die Gewissheit, nicht unvorbereitet zu sein. Dies reduziert wiederum die Ängste und sorgt – trotz der schwierigen Lebensumstände – für etwas Beruhigung. Die Betonung bei all diesen Überlegungen liegt auch dezidiert auf das GEMEINSAME. Man ist nicht alleine, hat gleichgesinnte Gefährten an seiner Seite. Da geht es nicht um eine große Menge an Menschen, sondern um eine Handvoll Personen, die sich gegenseitig auf sich verlassen kann.
Etwas militärischer ausgedrückt hat des der frühere Feldherr Rüdiger von Clausewitz:

„Den Krieg gewinnt man nicht am Schlachtfeld, sondern in der Vorbereitung.“

Auf ein baldiges Wiederlesen!

Ihr Andreas Reisenbauer

(Image by Gerd Altmann from Pixabay)